Ortsgeschichte 1990 bis 2020 - 4. Infrastruktur

4. Infrastruktur

 Freigabe des Autobahnabschnitts bei Sundhausen 19981997 wurde die Gaststätte „Zur Wiederkehr“ (frühere „Einnahme“) zwischen Sundhausen und Steinbrücken abgerissen. An dieser Stelle wurde die Autobahnbrücke der jetzigen Anschlussstelle Nordhausen der A 38 errichtet. Ebenfalls von 1997-1998 wurde die Ortsumgehung der B 4 gebaut, mit einer neuen Brücke über die Helme. Vorher fanden auf dem Kesselberg an Stelle der späteren Straßentrasse archäologische Ausgrabungen statt, bei denen ein Gräberfeld freigelegt und archäologisch untersucht wurde. Dort konnten die Sundhäuser für kurze Zeit sozusagen die Gräber ihrer Urahnen besichtigen. Das Teilstück der Autobahn A 38 bei Sundhausen wurde 1998 für den Verkehr frei gegeben. Als dieses noch im Bau war, nutzten es viele Sundhäuser, um an den Wochenenden sozusagen auf einer Autobahn spazieren zu gehen oder mit dem Rad fahren zu können. Heute ist die A 38 eine wichtige Autobahnverbindung zwischen dem Raum Halle/Leipzig und der A 7 bei Göttingen.

Im Jahr 2010 wollte die Stadt Nordhausen auf dem Feld zwischen Südrand der Ortslage Sundhausen und der Autobahn einen großen Autohof mit Stellplätzen für 200 LKW, Tankstelle, Hotel, Schnellgastronomie und Erotikshop errichten lassen. Die unmittelbare Nähe zur Ortschaft und die zu erwartenden Lärm-, Abgas- und Lichtemissionen wurden von den Sundhäusern scharf kritisiert. Umfangreiche Bürgerproteste über Monate hinweg konnten dieses Projekt an diesem Standort letztendlich verhindern. 2011 gab es daraufhin einen neuen Stadtratsbeschluss, der sich gegen den Autohof aussprach.