Ortsgeschichte 1965 bis 1989 - 3. Helme

3. Helme

Die Helme war, aus Richtung Nordhausen kommend, ursprünglich ein langsam fließender, recht tiefer Fluss mit vielen Biegungen. Dort konnte man prima mit selbstgebauten Flößen oder Booten herumschippern. Am nordwestlichen Ortsende befand sich ein Wehr, welches mit flacherem Wasser, Kiesinseln und Liegewiese im Sommer gern als Badestelle genutzt wurde. Am Wehr zweigte der Mühlgraben ab, der am Gasthaus zur Helme (heute Seniorenheim) vorbei zur Mühle (gegenüber dem jetzigen Feuerwehrstandort) führte und vor dem Gasthaus Angelstein / Treffpunkt dann wieder zurück in die Helme mündete. 

Ein durchdachtes System von Hohlwegen und Flutbrücken konnte Hochwasser um dem Ort herum über die Felder leiten. Dennoch kam es in der Zeit der Schneeschmelze oder bei längerem Starkregen manchmal zu Überschwemmungen. Besonders betroffen waren dann meist die Anwohner der Rinne- und Hauptstraße sowie am Kirchplatz. Zirka 1972 wurde daraufhin eine Helmeregulierung durchgeführt. Das Wehr verschwand, der Mühlgraben wurde zugeschüttet, Flussbiegungen wurden begradigt. An der Rinnestraße wurde in Höhe der Gaststätte „Treffpunkt“ eine Hochwasserschutzmauer errichtet. Die Fließgeschwindigkeit der Helme erhöhte sich. Die Überschwemmungsgefahr wurde geringer, war damit aber noch nicht endgültig gebannt.